Linksjugend ['solid] Erzgebirge

Aufruf zum Global Marijuana March 2018 – Gebt das Hanf frei!

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Die Linksjugend [‘solid] Erzgebirge ruft zum 05. Mai zum Global Marijuana March in Annaberg-Buchholz auf. Wir wollen gemeinsam mit euch für die Legalisierung von Cannabis auf die Straße gehen und eine bunte und fröhliche Demonstration haben. Start ist 15.00 Uhr auf dem Kätplatz in Annaberg.Bringt Schilder, Transparente, selbst gebautes und auch gern einen eigenen Redebeitrag zum Thema Cannabis mit. Es wird ein offenes Mikrofon geben.

Außerdem haben wir DJ ska Fish aus Crottendorf als kulturellen Act für euch. Er wird euch mit Early Reggea, Rocksteady und Ska verwöhnen.

Motto: Gebt das Hanf frei!

Hanf ist eine der ältesten Nutz-, Heil- und Rauschpflanzen. In Europa sind die ältesten Funde ca. 5.500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Tübingen (Deutschland). Aus Hanf kann man viele Dinge machen, wie Kleidung, Papier, Baumaterialien, die Basis für Farben und Lacke, Lebensmittel, Produkte für die Automobilindustrie, Öl z.B. für Reinigungsmittel und natürlich Medizin. So hilft Hanf gegen Malaria, Rheuma und bei Entzündungen und ist muskelentspannend, anti-epileptisch,
stimmungsaufhellend, brechreizhemmend, appetitsteigernd, leicht verstopfend, augeninnendrucksenkend, bronchienerweiternd, beruhigend, schmerzhemmend, schlaffördernd, juckreizstillend, entzündungshemmend, antibiotisch, gefäßerweiternd, gerinnungshemmend und
fiebersenkend.
Seit mindestens 10.000 Jahren kennen und nutzen die Menschen Hanf. Schon früh bemerkten sie, dass sie nach dem Verzehr seiner Blüten auf merkwürdige Weise ausgelassen und entspannter wurden. Bis heute konsumieren Millionen Menschen in aller Welt Hanf als Genussmittel. Der Gebrauch von Cannabis als Genussmittel gehört zu den ältesten Rauscherfahrungen der
Menschheit. Heute schätzt man die Zahl der gelegentlichen Cannabiskonsumenten allein in Deutschland auf mindestens drei Millionen. Cannabis ist die mit Abstand am häufigsten konsumierte illegalisierte Droge. Gerade unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen erfreut sie sich trotz Verbots wachsender Beliebtheit.
Die Geschichte des Hanfverbotes beginnt mit der „Ersten Internationalen Opiumkonferenz“ in Den Haag 1911/12. Ein hier eingebrachter Vorschlag der italienischen Regierung „Cannabis zusammen mit Opium, Morphin und Kokain den gleichen strengen Regelungen und Strafen zu unterwerfen“ wurde von den Teilnehmern der Konferenz abgelehnt. Dennoch stellt dies den ersten Versuch dar Hanf international zu verbieten. Die deutsche Regierung sah damals jedoch keinen Handlungsbedarf und so blieb Cannabis bis 1924 frei in Apotheken erhältlich. Nur diese hatten seit 25. März 1872 das Recht „Indischen Hanf“ zu verkaufen. Am 17.Dezember 1924 beschlossen die Teilnehmer der „Genfer
Opiumkonferenz“ auf Antrag des Ägyptischen Delegationsleiters „Indischen Hanf“ unter gleich strenge Kontrolle wie Opium, Morphin, Heroin und Kokain zu stellen. Dies geschah, obwohl u. a. der amerikanische und der chinesische Delegierte zugaben „beinahe nichts über die Sache“ zu wissen.
Dennoch wurden keine Experten angehört. Wieder erklärte das Auswärtige Amt: „Dieser Vorschlag ist für Deutschland ohne technisches und kommerzielles Interesse.“ Die Beschlüsse der Genfer Opiumkonferenz brauchten dann noch vier Jahre um in Deutschland als Gesetz Wirkung zu entfalten. Dies lag insbesondere an starkem Druck durch die pharmazeutische Industrie. Am 10. Dezember 1929 schließlich beschloss der deutsche Reichstag ein neues Opiumgesetz, das erstmals auch Cannabisbesitz unter Strafe stellte. Seit diesem Tag ist berauschender Hanf in Deutschland verboten. Die Abgabe in Apotheken war jedoch, bei Vorlage eines ärztlichen Rezeptes, weiterhin möglich. Diese Verwendung von Hanf als Medizin verschwand aber in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg.
Zum 1. Januar 1982 schließlich trat eine Änderung des Beteubungsmittelgesetzes (BtMG) in Kraft, die auch den Anbau von Hanf unter Strafe stellte.
Bis heute wird Hanf zwiespältig behandelt. Auf der einen Seite wird der Besitz und Handel von so genanntem Rauschhanf mit viel Aufwand von Staaten in aller Welt verfolgt. Auf der anderen Seite wird Nutzhanfanbau von der EU mit Steuergeldern gefördert. Zurzeit ist es möglich mindestens 50.000 Produkte aus Hanf herzustellen. Dennoch wird Cannabis sativa L. wegen eines einzigen Anwendungsgebietes verteufelt.

Deshalb fordern
die Linksjugend [‘solid] Erzgebirgedie Legalisierung aller Anwendungsgebiete von Cannabis. Zur regulierten Abgabe könnten wir uns das Modell der Cannabissocialclubs vorstellen, bei dem ohne Profitstreben Hanf in Vereinen für den Eigenbedarf der Mitglieder angebaut werden darf.

https://hanfverband.de/GMM2018

https://www.facebook.com/events/2138051916424312/

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